Volksstimme vom 27.02.2016

Pressemitteilung der MVB in der Magdeburger Volksstimme / Lokalanzeiger vom 11.11.2015:

Volksstimme vom 21.11.2015

Magdeburger Lokalanzeiger Nord

Rothensee
Stefan Harter (ha)

MVB treffen keine Aussage

Schriftliches Angebot ist Voraussetzung
Rothensee (cb)' Zur Idee der In­teressengemeinschaft Rothen­see, eine bessere Straßenbahnanbindung mit Hilfe der dort ansässigen Firmen zu gewäh­ren, wollen die Magdeburger Verkehrsbetriebe noch keine Aussage treffen, weil es diesbezüglich noch kein schriftliches Angebot gebe, teilte Pressespre­cher Tim Stein auf Nachfrage mit. „Lassen Sie mich Ihnen aber versichern, dass die MVB Rothensee nicht vergessen haben und wir das Projekt genauso energisch verfolgen, wie jedes andere auch", hieß es weiter. Auch dazu, ob es dem­nächst einen weiteren Termin in Rothensee geben werde, gab es keine Antwort. Denn bei der Versammlung habe es sich um eine einmalige Bürgersprech­stunde gehandelt und nicht um eine Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe, die regelmä­ßig stattfindet. Betriebsleiter :Andreas Busch hatte angekün­digt, zur Bürgersprechstunde mit Landtagsabgeordneter Edwina Koch-Kupfer zu kommen. Viele Bürger* hatten daraufhin an der Sprechstunde teilge­nommen. Busch hatte sich aber kurz vor der Sitzung aus „innerbetrieblichen Gründen“ entschuldigen lassen. Am glei­chen Abend fand eine Demo der AfD statt, wegen der Busch für die Koordination des Straßen­bahnverkehrs gefordert war.
IG-Sprecher Wolfgang Ortlepp hatte vorgeschlagen, mit Un­ternehmern zu verhandeln, die möglicherweise ein Ersatzteil vorfinanzieren könnten. Seit dem Hochwasser 2013 fahren die Straßenbahnen nach Rothensee zwischen Betriebshof Nord und Barleber See nur noch alle zwanzig Minuten und nicht alle zehn Minuten.          

MVB informieren über aktuellen Stand zum Schienenersatzverkehr auf GWA Sitzung vom 21.11.13

Auf der GWA Sitzung des Stadtteils Magdeburg Rothensee am 21.11.13 wurde von den Rothenseer Bürgern die Bekanntgabe von Maßnahmen für die angekündigten Erleichterungen bei der Nutzung der Straßenbahnlinie 10 von und nach Magdeburg-Rothensee in den Wintermonaten erwartet. Hierzu waren Vertreter der MVB eingeladen. Erschienen waren der Betriebsleiter Herr Busch und der Leiter der Marketingabteilung Herr Bartel.
Auf der GWA Sitzung im Oktober wurden der Geschäftsführung der MVB, vertreten durch Frau Münster-Rendel und dem Betriebsleiter Herrn Busch, einige interessante Vorschläge der Bürger zur Verbesserung der Bedingungen beim Schienenersatzverkehr von und nach Rothensee zur Prüfung der möglichen Umsetzung mit auf den Weg gegeben:
1) Vorschlag die Haltestellen der Bahn und der Busse, für den Schienenersatzverkehr in der Wendeschleife Pettenkofer Straße, als Doppelhaltestelle für die Dauer des Notbetriebes einzurichten.
Die dazu erforderliche Einrichtung eines Halteverbotes im vorhandenen Doppelhaltestellenbereich wurde, laut
Aussage des Betriebsleiters Herrn Busch, vom Straßenverkehrsamt abgelehnt.

2) Die Verlegung des Umsteigepunktes von der Pettenkofer Straße in den Haltestellenbereich Kastanienstraße. Dieser Vorschlag wurde aus Kostengründen von der MVB abgelehnt, weil zur Umsetzung ein zusätzlicher Busfahrer bereitgestellt werden müsste.

3) Die Frage der Anwohner zur normalen Nutzung der Fahrstrecke der Linie 10 von und bis zur Schule Rothensee oder bis zur Wendeschleife Rothensee mit Fahrgästen, wurde mit den immer noch fehlenden Gutachten zum Zustand des Gleisbettes gar nicht erst in Erwägung gezogen. Hierzu muss man weiterhin sagen, dass die Strecke bis zur Schule Rothensee in keiner Weise vom Hochwasser betroffen war und somit ohne Einschränkungen befahrbar ist.

Die Mitglieder der GWA-Rothensee und auch die Interessengemeinschaft-Rothenseer-Bürger e.V. haben ihre Hilfe, in Form eines unterstützenden Dringlichkeitsschreibens an den Gutachter, angeboten. Es konnten auch dieses Mal weder der Gutachter noch der Zeitpunkt der Erteilung eines Auftrages genannt werden. Wann nun endlich dieses Gutachten vorliegt, ist nun einem anonymen Gutachter überlassen?!
Für die Bürger von Rothensee bedeutet es abwarten und nach geeignetem Ersatz für die Fahrt von und nach Rothensee zu suchen. Eine unzumutbare Verfahrensweise, da auch die Rothenseer Fahrgäste den vollen Preis für eine Dienstleistung bezahlen müssen, welche nur mit unzumutbaren Zuständen erbracht wird.
Warum es 6 Monate nach der Flut noch immer keine zumutbare Lösung für den Schienenersatzverkehr nach Rothensee und weiter in das Industriegebiet Nord gibt, blieb auch nach der Versammlung am Donnerstag vollkommen unbeantwortet. Die anwesenden Rothenseer hatten von der MVB und auch von einem Vertreter des Stadtrates eine klare Aussage über die bisherige Maßnahmen zur Verbesserung der unhaltbaren Zustände der Anbindung des Ortsteils Rothensee an den öffentlichen Personennahverkehr erwartet. Als Reaktion auf das Bürgeranliegen gab es auch an diesem Abend nicht einmal ansatzweise einen konkreten Vorschlag. Das Desinteresse der MVB an einer schnellen Lösung wie auch der bisherige Umgang mit dem Bürgeranliegen im Stadtrat, lässt den Verdacht aufkommen, dass Fördergelder oder Versicherungsleistungen nicht sachgerecht und zügig eingesetzt werden sollen.

Im Auftrag vieler Rothenseer Bürger
Bericht von der GWA Sitzung vom 21.11.2013
Hartmut Röhner

Artikel Volksstimme Magdeburg vom 17.05.2014

Volksstimme vom September 2014:

Volksstimme vom 13.09.2014:

Volksstimme vom 28.11.2014:

Betriebliches Gesundheitsmanagement der MVB
Desinfektionsmittel gegen Personalnot 
 

Im September sahen sich die Magdeburger Verkehrsbetriebe zur Ausdünnung ihres Linienverkehrs gezwungen. Mit 18 Prozent des Personals hatte sich jeder 5. Fahrer krankgemeldet. Ein Stadtrat spekuliert über die Ursachen und hält Protest per Krankenschein für möglich.


Magdeburg l Marcel Guderjahn sitzt nicht in Bus oder Bahn am Steuer; der Magdeburger ist gelernter Koch - und sitzt als Parteiloser für die Linke im Stadtrat. Wie viele andere Magdeburger trieben und treiben Guderjahn aber Fragen mit Blick auf den Zustand des Magdeburger Nahverkehrs, regelmäßig von der Kundschaft gerügte Verspätungen und Ausfälle und im September sogar der Einstellung ganzer Linien wegen akuter Personalnot um. Im November stellte Guderjahn eine Anfrage an den Oberbürgermeister und darin einige Vermutungen an. Beispiel: "Sind Sie, wie ich, der Meinung, dass es sich bei diesem hohen Krankenstand um eine Art Protest der Angestellten gegen die Lohnpolitik des Betriebes handelt?" Die MVB beschäftigen 56 Busfahrer im Tochterunternehmen MVG; sie sind vertraglich und finanziell schlechter gestellt als die MVB-Belegschaft. Oder, so vermutet Guderjahn weiter, ist die fehlende Berufserfahrung junger Fahrer schuld an der hohen Ausfallquote.
Das Stadtoberhaupt lässt den auch für die Stadtfirmen zuständigen Finanzbeigeordneten Klaus Zimmermann antworten; seine schriftliche Stellungnahme entstand unter Mitarbeit der MVB, liegt nun druckfrisch vor und könnte - was Guderjahns Vermutungen betrifft - sinngemäß überschrieben sein mit einem energischen: Bewahre! Die Annahme der Stadtrates, die Krankenscheine im September hagelten aus Prostest in die Büros von MVB und vornehmlich MVG, stelle für die Stadtverwaltung und für die MVB-Geschäftsführung "einen völlig neuen Aspekt dar", so Zimmermann. "Diese Annahme würde ja implizieren, dass die Mitarbeiter tatsächlich gar nicht krank gewesen wären, wovon wir jedoch nicht ausgehen."
Im Gegenteil sprächen die Zahlen zum Krankenstand abseits der September-Spitze für "eine hohe Einsatzbereitschaft". Durchschnittlich meldeten sich im gesamten September 6,13 Prozent der etwas mehr als 50 Busfahrer der MVG krank; beim (vertraglich etwas besser gestellten) Fahrpersonal der MVB (rund 300 Bus- und Bahnfahrer) lag die Quote dagegen bei 9,25 Prozent. Heißt: Jene, die bei der MVG 40 Stunden pro Woche ableisten, waren zum Zeitpunkt weniger krank als ihre 38 Wochenstunden fahrenden MVB-Kollegen. Speziell die jungen, erst in den Jahren 2013/14 eingestellten Fahrer erwiesen sich bei der MVG als sehr gesund (Krankenstand 2014 bis November 1,3 Prozent, vgl. MVB 6,9 Prozent).
MVB-Sprecher Tim Stein verweist darauf, dass sein Unternehmen die Ursachen für die massenhaften Ausfälle im September gemeinsam mit den Krankenkassen analysiert habe. "Es handelte sich um eine Grippewelle, vereinzelt um andere Erkrankungen, bei denen Rückenbeschwerden etwas hervorstechen." Einen Krankenstand von durchschnittlich 8,5 Prozent kalkulieren die MVB in ihr Personaltableau ein; die 18 Prozent vom vergangenen September überstiegen das, worauf sich das Unternehmen einrichtet, um mehr als das Doppelte.
Die MVB versuche mit verbessertem Gesundheitsmanagement gegenzusteuern: "Wir bieten montags um 12.45 Uhr die ,aktive Pause` als sportlichen Ausgleich an, die auch gut angenommen wird. Außerdem können unsere Mitarbeiter Kurse zum Stress- und Konfliktmanagement belegen." Das Unternehmen beteiligt sich an einer Studie der Otto-von-Guericke-Universität zu den Auswirkungen von Schichtarbeit. "Die Ergebnisse liegen 2015 vor und abhängig davon, wie sie ausfallen, werden wir Maßnahmen ergreifen."
Aktuell rollen Busse und Bahnen nach Plan. Im Oktober waren durchschnittlich 8,4 Prozent der Bahn- und 6,6 Prozent der Busfahrer erkrankt.
Im Rückblick auf den "kranken September" haben die MVB eine banale Neuerung zur Gesunderhaltung ihrer Belegschaft eingeführt. Tim Stein: "In Vorbereitung auf die nächste Grippewelle stellen wir jedem Fahrer Desinfektionsmittel zur Seite."

URL: http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1382193_Desinfektionsmittel-gegen-Personalnot.html
© 2014 Volksstimme